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Plan zur Modernizierung der Weltenergie

(WEMP = Welt Energie Moderisierungs Plan)

Die fortschreitende Destabilisierung des Weltklimas, die durch in die Atmosphaere geleitete Treibhausgase menschlicher Herkunft angeheizt wird, gefaehrdet zutiefst unseren Lebensraum, die oeffentliche Gesundheit und Sicherheit und die Stabilitaet unserer wirtschaftlichen und politischen Systeme. Die Kosten des "business-as-usual" zeigen sich im weltweiten Ansteigen aussergewoehnlicher Wettervorgaenge, waehrend wir bezeichnenderweise traege in der gegenwaertigen Abhaengigkeit von fossilen Brennstoffen verharren.

Gleichzeitig gibt die Klimakrise der Menschheit eine einmalige historische Gelegenheit, eine neue weltweite industrielle Revolution zu beginnen.

Wir schlagen ein weltweites Projekt vor, die globale Energieinfrastruktur innerhalb der kommenden 15-25 Jahre zu modernisieren. Wir glauben dieses Projekt wuerde die bereitwillige Teilnahme jedes Landes mit sich bringen. Es wuerde den kommenden Generationen eine sicherere Umwelt verschaffen. Es wuerde die Lebensbedingungen der Entwicklungslaender durch steigendes Wirtschaftswachstum verbessern, ohne die andauernde wirtschaftliche Leistung der Industrienationen zu beeintraechtigen. Das Projekt wuerde insgesamt den Reichtum, die Stabilitaet und die Gerechtigkeit in der Weltwirtschaft bedeutsam erhoehen und gleichzeitig die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphaere erheblich verringern. Ausserdem wuerde das Projekt die Lebensaussichten der Menschheit dadurch verbessern, dass es eine erhoehte Bereitschaft zu buergerlicher Mitwirkung schafft.

Wir glauben, dass eine Reihe interaktiver und sich gegenseitig unterstuetzender Strategien dazu beitragen koennen, eine globale Energieversorgungs- und Energienutzungsumwandlung zu beschleunigen zum Vorteil unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme, auf die sie zurueckstrahlen wuerden. Diese Strategien stuetzen sich auf einen internationalen Fonds, verbunden mit Brennstoffeffizienzstandards und Standards fuer den Anteil erneuerbarer Energien.

 

Schlaglichter des Planes zur Modernisierung der Weltenergie

  1. Der Aufbau eines Weltenergie-Modernisierungsfonds - der das Steueraufkommen auf internationale Waehrungsgeschaefte oder anderer vergleichbarer Einkunftsquellen verwendet - um die Entwicklung und den Transfer klimafreundlicher Technologien (erneuerbar, hoher Ausnutzungsgrad und geringer Kohlenstoffanteil) in Entwicklungslaendern zu finanzieren.
  2. Die Abschaffung von nationalen Subventionen fuer fossile Brennstoffe und die Bereitstellung von Subventionen fuer die Erfindung und Entwicklung von erneuerbaren und hocheffizienten Technologien im Energiesektor sowie fuer die Umschulung und Umsetzung von Arbeitnehmern aus Industriezweigen, die auf fossilen Brennstoffen basieren (z.B. der Erdoel- und Kohleindustrie).
  3. Die Verwendung progressiv strenger werdender Brennstoffeffizienzstandards sowie Standards fuer den Anteil erneuerbarer Energien koennen in den USA als Ergaenzung zu dem "emissions cap-and-trade" System dienen, welches im Kyoto-Protokoll verankert ist. Diese Strategie koennte auch in anderen Laendern von Nutzen sein.
  4. Die Abschaffung von einschraenkenden Bestimmungen, die den Wettbewerb behindern und die verschwenderische, ineffiziente, kohlenstoffintensive Technologien unterstuetzen mit dem Ziel, einen freieren Wettbewerb auf dem Energiemarkt bezogen auf Kosten, Effizienz und geringer Kohlenstoffanteil zu schaffen.
  5. Die Bildung einer neuen Institution oder die Beauftragung einer bestehenden Institution im Namen des Kyoto Protokolls, um weltweit einen raschen Uebergang zu klimafreundlichen Anlagen (klimafreundlich bedeutet erneuerbare Energien, hoechste Energieeffizienz und geringe Kohlenstoffkonzentration) durch Technologietransfer und Know-How-Transfer zu ermoeglichen entsprechend den Grundsaetzen der Gerechtigkeit, der Nachhaltigkeit und der wettbewerbsfaehigen Energiemaerkte.

Das Kyoto Protokoll von 1997 stellt einen wichtigen ersten Schritt zur Erreichung des Ziels dar, die "atmosphaerischen Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau zu stabilisieren, das gefaehrliche menschliche Stoerungen des Klimasystems verhindern wuerde". Jedoch ist das Ziel des Protokolls, die Emissionen der Industrielaender um 5,2 Prozent unter das Niveau von 1992 zu reduzieren, nicht ausreichend verglichen mit den 60 bis 70 prozentigen Reduzierungen, die notwendig waeren, um das globale Klimasystem zu stabilisieren. Sogar die Verwirklichung dieser bescheidenen Reduzierungen ist anzuzweifeln wegen des Fehlens politischen Willens, wegen internationaler Konflikte und wegen - wie wir meinen - unberechtigter Bedenken hinsichtlich wirtschaftlicher Auswirkungen.

Die Unzulaengligkeit des Kyoto-Protokolls ballt sich zusammen aus den Schwierigkeiten, die der Ueberwachung und der Durchsetzung des "emissions cap and trade" Systems innewohnen. Ausserdem erlaubt das Protokoll den Industrielaendern, die Reduzierung der eigenen Kohlenstoffemissionen durch die uneingeschraenkte Verwendung der verschiedenen Flexibilitaetsmechanismen zu vermeiden oder so wesentlich aufzuschieben, indem sie die jeweiligen nationalen Energiediaeten stark veraendern. Verankert sind die Flexibilitaetsmechanismen in dem Kyoto-Protokoll als "emissions cap and trade" System, als gemeinsame Umsetzung (Joint Implementation), als Prozesse, die Treibhausgase absorbieren oder zerstoeren (CO2- und Treibhausgas- Senken), sowie als Struktur des Mechanismus fuer eine saubere Entwicklung (Clean Development Mechanism).

Waehrend diese Flexibilitaetsmechanismen langfristig eine zunehmend wichtige Rolle spielen koennten, ist deren Gebrauch in naher Zukunft einzuschraenken, um zu gewaehrleisten, dass die Industrielaender nennenswerte Einschraenkungen innerhalb ihrer nationalen Treibhausgasemissionen erreichen, und dass den Entwicklungslaendern die gleichberechtigte Gelegenheit gewaehrt wird, an der Abwendung der Bedrohung durch sich verstaerkenden Klimawandel sinnvoll mitzuwirken.

Das Weltenergie-Modernisierungs-Projekt sieht eine gemeinsame Anstrengung zwischen Industrielaendern, Entwicklungslaendern, multinationalen Energie- und Finanzinstitutionen der Wirtschaft, sowie Nichtregierungsorganisationen vor, um eine neue Institution zu schaffen, oder um eine existierende Institution im Auftrag des Kyoto Protokolls aufzubauen, die einen Weltenergie-Modernisierungsfonds einrichtet und verwaltet, und auf diese Weise der weltweite Uebergang in ein neues Energiezeitalter in den Gang gesetzt wird.

Wir dringen darauf, dass die Delegierten aller Parteien auf Konferenzen folgendes in Betracht ziehen:

1. Der Aufbau eines Weltenergie-Modernisierungsfonds zur Finanzierung von Technologien fuer erneuerbare Energien und Technologien mit geringem Kohlenstoffanteil.

Wir schlagen den Aufbau eines Weltenergie-Modernisierungsfonds vor, um die Entwicklung, Kapitalbereitstellung und Verbreitung von Technologien fuer erneuerbare Energien und geringe Emissionen zu finanzieren. Der Fonds wuerde es den Entwicklungslaendern ermoeglichen, sich wirtschaftlich guenstig bei zugleich geringem Kohlenstoffausstoss zu entwickeln. Der Fonds wuerde den Anstoss geben zu bedeutsamem wirtschaftlichen Wachstum im Bereich innovativer Produktion von Technologien mit geringem Kohlenstoffanteil und Technologien fuer erneuerbare Energien. Er wuerde die Vermarktung von Technologien fuer erneuerbare und hoch-effiziente Energien foerdern, indem eine globale Infrastruktur fuer diese Technologien sowie fuer die betreffenden Unternehmen und Institutionen geschaffen wird.

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